Am vergangenen Osterwochende war 1-A-Sahnewetter zum Fallschirmspringen. Nicht weiter verwunderlich also, dass wiedermal jede Menge Freizeit auf der Dropzone investiert wurde. So kamen am Ende 14 Sprünge in Hartenholm und Hohenlockstedt zusammen. Dabei viele RW Sprünge mit drei, vier und mehr Leuten, die allesamt viel Spaß gemacht haben.
Zum Abschluss stand am Ostermontag in der Sunset-Load ein 11-Way-Speedstar an. Das funktioniert so, dass alle Springer, die teilnehmen ungelinkt aus dem Flugzeug springen und versuchen zum Stern zusammen zu fliegen. In unserem Fall waren das 11 Leute. Dabei fliegen die untersten beiden sich zuerst an und bilden die Basis. Alle anderen versuchen dann an diese Basis heranzukommen und an irgendeiner Stelle den Kreis zu vergrößern, indem sie hinfliegen, sich zwei Arme schnappen und an besagter Stelle hineindrängeln.
Es gibt bei so einer Aktion zwei Situationen, die es zu vermeiden gilt. Erstens darf man nicht tiefer sein, als die Basis. Denn je mehr Leute im Stern sind, desto langsamer fällt dieser. Als Einzelspringer hat man dann kaum noch eine Chance sich wieder nach oben zu arbeiten. Das zweite Problem besteht im über- oder unterfliegen der Basis. Passiert das in zu geringem Abstand, gerät ein Springer in den Windschatten des anderen und fällt auf diesen drauf. Dadurch wird die ganze Basis zerbombt.
Unser Versuch 11 Leute zusammen zu bringen war gar nicht schlecht. Acht Springerinnen und Springern ist es gelungen, zwei waren zu tief und der letzte hat's zerbombt. Aber seht selbst, es ist der erste der drei Sprünge in diesem Video:
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27. April 2011
29. März 2011
In Kiel aus der Do
Sonntag war wieder mal herrliches Wetter zum Springen. Es hätte zwar 10 Grad wärmer sein können, aber man will ja nicht pingelig sein. Bis 14:00 ging was in Holo, also bin ich dahin und hab einen Sprung gemacht. Hartenholmer Arbeitssprung mit Carsten. Dann stand der Flieger leider nicht weiter zur Verfügung und wir überlegten uns, was wir denn mit dem angefangenen Tag anstellen könnten.
Schließlich sind Gio, Schmiddl, Carsten und ich noch rüber nach Kiel gefahren, denn da ging auch was. Skydive Kiel ist ein kleiner, netter Verein, der das ganze Jahr durchgehend springt. Das wirklich spannende in Kiel ist allerdings das Flugzeug mit dem abgesetzt wird. Es handelt sich dabei um eine alte Dornier Do 27 A-4, gebaut im Jahre 1960.
Schon der Steigflug mit der alten Lady ist ein Erlebnis. Ganz ruhig und gemächlich geht es in 20 Minuten auf 1.500 Meter. Dabei kann man mit 5 Springern relativ gemütlich sitzen.
Nicht zu verachten ist außerdem die Aussicht über die Landeshauptstadt. Der Flugplatz Kiel-Holtenau liegt direkt an der Kieler Förde und am Eingang zum Nord-Ostsee-Kanal. Man kann bis zur Ostsee gucken und auch Laboe ist zu sehen. Interessant ist auch die Schleuse am Eingang zum Kanal. Im Prinzip ist die Zeit am Schirm viel zu kurz, als dass man sich alles bei einem Sprung anschauen könnte.
Der Blick raus auf die die Kieler Bucht und Laboe:
Und der Blick auf den NOK und die Schleuse:
Alles in allem ein toller Tag, nur mein Schirm war ein bisschen zickig: zwei Sprünge und zweimal einen Twist drin gehabt. Scheint wohl ein Fall von PMS gewesen zu sein, nur war mir bisher nicht klar, dass es das auch bei Fallschirmen gibt. Nach etwas Gestrampel war der Twist dann auch raus und der Schirm brav und hat mich sicher auf den Boden zurück gebracht. Ein paar liebe Worte beim Einpacken und alles ist wieder gut :-)
Schließlich sind Gio, Schmiddl, Carsten und ich noch rüber nach Kiel gefahren, denn da ging auch was. Skydive Kiel ist ein kleiner, netter Verein, der das ganze Jahr durchgehend springt. Das wirklich spannende in Kiel ist allerdings das Flugzeug mit dem abgesetzt wird. Es handelt sich dabei um eine alte Dornier Do 27 A-4, gebaut im Jahre 1960.
Schon der Steigflug mit der alten Lady ist ein Erlebnis. Ganz ruhig und gemächlich geht es in 20 Minuten auf 1.500 Meter. Dabei kann man mit 5 Springern relativ gemütlich sitzen.
Nicht zu verachten ist außerdem die Aussicht über die Landeshauptstadt. Der Flugplatz Kiel-Holtenau liegt direkt an der Kieler Förde und am Eingang zum Nord-Ostsee-Kanal. Man kann bis zur Ostsee gucken und auch Laboe ist zu sehen. Interessant ist auch die Schleuse am Eingang zum Kanal. Im Prinzip ist die Zeit am Schirm viel zu kurz, als dass man sich alles bei einem Sprung anschauen könnte.
Der Blick raus auf die die Kieler Bucht und Laboe:
Und der Blick auf den NOK und die Schleuse:
Alles in allem ein toller Tag, nur mein Schirm war ein bisschen zickig: zwei Sprünge und zweimal einen Twist drin gehabt. Scheint wohl ein Fall von PMS gewesen zu sein, nur war mir bisher nicht klar, dass es das auch bei Fallschirmen gibt. Nach etwas Gestrampel war der Twist dann auch raus und der Schirm brav und hat mich sicher auf den Boden zurück gebracht. Ein paar liebe Worte beim Einpacken und alles ist wieder gut :-)
21. März 2011
Rhönrad
Zwei Wochen Skydiver-Urlaub in Sevilla sind am Wochenende vorbei gegangen und wir sind wieder zurück im gut 20 Grad kälterem Hamburg. Das Wetter in Spanien hat in der zweiten Woche ordentlich zugelegt, so dass wir von sunrise bis sunset springen konnten. Das Lebensmotto "eat-sleep-skydive-repeat" fand endlich mal Anwendung und so bin ich insgesamt auf 40 Sprünge in zwei Wochen gekommen. Eine ordentliche Zahl und ich bin durchaus zufrieden damit. Für weitere Blog-Artikel blieb allerdings keine Zeit. Daher werde ich versuchen in den nächsten Tagen bis Wochen noch ein paar Dinge zu schreiben.
Wie zum Beispiel über ein Dreier-Rhönrad, das Gerald und Carsten mit mir gemeinsam an einem der Tage aus der Dornier herausgezogen haben. Das funktioniert so, dass man bereits beim Exit seinem jeweiligen Vordermann an die Beine packt und den so entstehenden Klumpen (im Optimalfall ein Kreis) aus dem Flugzeug rollt. Die ganze Chose rotiert dann immer schneller um die eigene Achse bis man es nicht mehr halten kann, einer los lässt und alle in verschiedene Richtungen geschleudert werden. Der Aufbau sieht etwas merkwürdig aus und die restlichen Springer in der Maschine schauen kurz komisch, was man denn da so vor hat, es macht dafür echt viel Spaß.
Den Sprung hatten wir drei uns schon länger vorgenommen, mussten ihn jedoch aufgrund des Wetters um einige Tage verschieben. Am Ende hat es dann doch noch geklappt. Alex war so nett und hat den Videomann gespielt. Aus seinen und meinen Videoaufnahmen habe ich ein kleines Video zusammengeschnitten:
Wie zum Beispiel über ein Dreier-Rhönrad, das Gerald und Carsten mit mir gemeinsam an einem der Tage aus der Dornier herausgezogen haben. Das funktioniert so, dass man bereits beim Exit seinem jeweiligen Vordermann an die Beine packt und den so entstehenden Klumpen (im Optimalfall ein Kreis) aus dem Flugzeug rollt. Die ganze Chose rotiert dann immer schneller um die eigene Achse bis man es nicht mehr halten kann, einer los lässt und alle in verschiedene Richtungen geschleudert werden. Der Aufbau sieht etwas merkwürdig aus und die restlichen Springer in der Maschine schauen kurz komisch, was man denn da so vor hat, es macht dafür echt viel Spaß.
Den Sprung hatten wir drei uns schon länger vorgenommen, mussten ihn jedoch aufgrund des Wetters um einige Tage verschieben. Am Ende hat es dann doch noch geklappt. Alex war so nett und hat den Videomann gespielt. Aus seinen und meinen Videoaufnahmen habe ich ein kleines Video zusammengeschnitten:
13. März 2011
Weather hold
Heute und gestern war das Wetter hier in Sevilla nicht so wie man sich das für Südspanien vorstellt. Davon unbeeindruckt haben wir fast die gesamte Zeit auf der Dropzone verbracht. Dort hörte man häufiger, dass wir gerade auf "Weather hold" sind, es gerade aufgrund des Wetters nicht gesprungen werden kann. Zwischendurch gab es jedoch auch einige aufgelockerte Abschnitte, so dass einige Loads möglich waren. Da viele Wolken am Himmel waren, gab es dann bei den Sprüngen einen unheimlich schönen Ausblick.
Gestern vier und heute zwei Sprünge, waren für das schlechte Wetter eine einigermaßen befriedigende Bilanz. Morgen soll es leider noch einmal schlechter werden, aber dann am Dienstag geht es wieder bergauf. Da ich inzwischen auch meinen 200sten Sprung gemacht habe, darf ich nun auch auf diesem Platz meine Kamera mitnehmen. Hier ein paar Bilder von den letzten beiden Tagen.
Sebastian beim Exit:
Ein toller 3-way zwischen den Wolken:
In der letzten Load des Tages, der Sunset haben wir dann noch den 100sten Sprung von Schmiddl mit nem schönen 5-way zelebriert. Das sah schon echt schick aus als die Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne durch die Wolken durchstachen und darüber hinweg schienen.
Ein schöner Sprung zum Abschluss des Tages. Nun heißt es durchhalten und auf besseres Wetter hoffen.
Gestern vier und heute zwei Sprünge, waren für das schlechte Wetter eine einigermaßen befriedigende Bilanz. Morgen soll es leider noch einmal schlechter werden, aber dann am Dienstag geht es wieder bergauf. Da ich inzwischen auch meinen 200sten Sprung gemacht habe, darf ich nun auch auf diesem Platz meine Kamera mitnehmen. Hier ein paar Bilder von den letzten beiden Tagen.
Sebastian beim Exit:
Ein toller 3-way zwischen den Wolken:
In der letzten Load des Tages, der Sunset haben wir dann noch den 100sten Sprung von Schmiddl mit nem schönen 5-way zelebriert. Das sah schon echt schick aus als die Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne durch die Wolken durchstachen und darüber hinweg schienen.
Ein schöner Sprung zum Abschluss des Tages. Nun heißt es durchhalten und auf besseres Wetter hoffen.
16. Oktober 2010
Goldener Oktober
Purer Sonnenschein und Temperaturen um die 15°C gab es das ganze letzte Wochenende. Für Mitte Oktober das ideale Wetter um noch einmal seine komplette kostbare Freizeit auf der Dropzone zu verbringen. Die Saison kann schneller vorbei sein als man denkt und so war ich nicht der einzige, der das schöne Wochenende nochmal nutzen wollte.
Acht Sprünge an zwei Tagen sind für diese Jahreszeit ganz ordentlich, und es waren sehr schöne dabei. Viele RW Sprünge mit zwei bis vier Leuten und besonders hervorzuheben der letzte Sprung an diesem Wochenende.
Ich war in die Sunset-Load eingetragen und es war schon nicht mehr sicher, dass die überhaupt noch hoch ging. Wir waren spät dran und die Sonne geht zu dieser Jahreszeit sehr schnell unter. Gerade noch rechtzeitig war der letzte Tandempilot fertig mit packen und wir konnten einsteigen. Unser Pilot kündigte schon an, dass wir es wohl nicht mehr bis ganz auf 4.000 Meter schaffen würden. Moment! Du rennst schon den ganzen Tag auf der Dropzone rum. Du bist eigentlich ziemlich im Eimer. Du hast eh schon überlegt, ob Du Dich überhaupt noch eintragen sollst. Und jetzt geht der Vogel nur auf ca. 3.000 Meter? Ach was soll's: Du hast Dir Dein Gurtzeug nicht angelegt, um es ungeöffnet wieder auszuziehen, also: rein da!
Gute Entscheidung! Ich bin mit Alex gesprungen und wir hatten extra nix gebrieft. Wir wollten nur raus, voreinander rumeiern und uns den schönen roten Himmel ansehen. Das war echt lustig, nach den ganzen RW-Sprüngen, bei denen man sich ja auch sehr auf das Fliegen konzentrieren muss, und dabei oftmals das Genießen der Aussicht zu kurz kommt.
Bei 1.400 Metern habe ich gepullt und konnte Alex noch hinterherschauen wie er weiter in die Tiefe rauschte - cool Nummer. Ich hab aus den Videos von Alex einige Szenen zusammengeschnitten. Hier zu sehen:
Acht Sprünge an zwei Tagen sind für diese Jahreszeit ganz ordentlich, und es waren sehr schöne dabei. Viele RW Sprünge mit zwei bis vier Leuten und besonders hervorzuheben der letzte Sprung an diesem Wochenende.
Ich war in die Sunset-Load eingetragen und es war schon nicht mehr sicher, dass die überhaupt noch hoch ging. Wir waren spät dran und die Sonne geht zu dieser Jahreszeit sehr schnell unter. Gerade noch rechtzeitig war der letzte Tandempilot fertig mit packen und wir konnten einsteigen. Unser Pilot kündigte schon an, dass wir es wohl nicht mehr bis ganz auf 4.000 Meter schaffen würden. Moment! Du rennst schon den ganzen Tag auf der Dropzone rum. Du bist eigentlich ziemlich im Eimer. Du hast eh schon überlegt, ob Du Dich überhaupt noch eintragen sollst. Und jetzt geht der Vogel nur auf ca. 3.000 Meter? Ach was soll's: Du hast Dir Dein Gurtzeug nicht angelegt, um es ungeöffnet wieder auszuziehen, also: rein da!
Gute Entscheidung! Ich bin mit Alex gesprungen und wir hatten extra nix gebrieft. Wir wollten nur raus, voreinander rumeiern und uns den schönen roten Himmel ansehen. Das war echt lustig, nach den ganzen RW-Sprüngen, bei denen man sich ja auch sehr auf das Fliegen konzentrieren muss, und dabei oftmals das Genießen der Aussicht zu kurz kommt.
Bei 1.400 Metern habe ich gepullt und konnte Alex noch hinterherschauen wie er weiter in die Tiefe rauschte - cool Nummer. Ich hab aus den Videos von Alex einige Szenen zusammengeschnitten. Hier zu sehen:
23. Juli 2010
Big Pizza
Schon letztes Wochenende haben wir uns in Hartenholm an großen Formationen versucht. Unter Leitung unseres Coaches Klaus sind am Wochenende einige große Pizzen in die Luft gegangen. Man nennt die großen Formationen gerne Pizza, weil sie vom Boden aus eben wie eine aussehen. An einigen der Sprünge habe ich auch mit gemacht und so haben wir am Samstag zwei 5er und einen 6er, sowie am Sonntag einen 9er und einen 7er mit meiner Beteiligung in die Luft gebracht.
Mit meinen nicht einmal 120 Sprüngen war ich dabei der deutlich unerfahrenste Springer und habe meist nicht die allerschwersten Aufgaben bekommen. Eine Herausforderung war es trotzdem, denn ich wollte natürlich nicht die ganze Formation zerbomben. Ist zum Glück auch nicht passiert, es hat sogar richtig viel Spaß gemacht.
Das Wetter an den beiden Tagen war ideal. Einige sehr hohe Wolken färbten den Himmel weiß, so dass man auch vom Boden aus die Formationen sehr gut beobachten konnte. Obwohl es eine durchaus zusammengewürfelte Truppe war, haben die Sprünge doch ziemlich gut funktioniert, finde ich zumindest. Bis auf bei dem 9er haben wir immer mindestens 2-3 Punkte hinbekommen. Von den drei Sprüngen am Freitag habe ich auch ein Video, Alex hatte seine Kamera dabei. Bei dem ersten Video fehlt leider der Ton, aber auf den kommt es auch nicht unbedingt an. Witterungsbedingt hört man bei Fallschirmvideos oftmals eh nur rauschen ;-)
Hier das Video:
PS: Youtube hatte leider etwas gegen die musikalische Untermalung des Videos, daher nur der O-Ton. Merke: keine Lieder von den Foo Fighters in Videos benutzen.
Mit meinen nicht einmal 120 Sprüngen war ich dabei der deutlich unerfahrenste Springer und habe meist nicht die allerschwersten Aufgaben bekommen. Eine Herausforderung war es trotzdem, denn ich wollte natürlich nicht die ganze Formation zerbomben. Ist zum Glück auch nicht passiert, es hat sogar richtig viel Spaß gemacht.
Das Wetter an den beiden Tagen war ideal. Einige sehr hohe Wolken färbten den Himmel weiß, so dass man auch vom Boden aus die Formationen sehr gut beobachten konnte. Obwohl es eine durchaus zusammengewürfelte Truppe war, haben die Sprünge doch ziemlich gut funktioniert, finde ich zumindest. Bis auf bei dem 9er haben wir immer mindestens 2-3 Punkte hinbekommen. Von den drei Sprüngen am Freitag habe ich auch ein Video, Alex hatte seine Kamera dabei. Bei dem ersten Video fehlt leider der Ton, aber auf den kommt es auch nicht unbedingt an. Witterungsbedingt hört man bei Fallschirmvideos oftmals eh nur rauschen ;-)
Hier das Video:
PS: Youtube hatte leider etwas gegen die musikalische Untermalung des Videos, daher nur der O-Ton. Merke: keine Lieder von den Foo Fighters in Videos benutzen.
13. Juli 2010
Train over Hartenholm
Temparaturen deutlich jenseits der 30° Marke hatten wir letzten Samstag. Dazu wenig bis gar keinen Wind, also optimales Skydiving-Wetter. Naja, gerade beim Packen machte einem die Megahitze schon zu schaffen, so dass einem in der nochmal geschätzte 10° wärmeren Packhalle der Schweiß direkt auf das Gurtzeug tropfte. Aber was soll's, spätestens beim nächsten Sprung wird das T-Shirt ja wieder trocken gepustet.
Als ich gegen Mittag an der Dropzone ankam, hab ich mich direkt in die nächste Load eingetragen. Mit dabei waren Steffi, Matthias und Ebrahim und wir überlegten uns, was wir denn so zu viert machen könnten. Unsere erste Idee von einem 4er Rhönrad haben wir schnell wieder über Bord geworfen, als wir festgestellt haben, dass wir dazu unsere Kombis brauchen. Die braucht es, um sich richtig festzuhalten und wir hatten keine Lust bei der Hitze auch noch in langen Klamotten rumzulaufen. Also haben wir uns etwas gesucht, wozu man keine Griffleisten braucht.
Uns kam dann die Idee eines Train-Exits. Das Ganze muss man sich so vorstellen, dass man wie ein Zug hintereinander sitzt, um dann dabei durch die Luft zu - naja nennen wir es mal "fahren". Jeder sitzt quasi bei seinem Vordermann Huckepack drauf und hält sich an dessen Gurtzeug fest. Da keiner von uns das schon mal in der Größe gemacht hatte, übten wir den Exit schon mal am Mock-up. Matthias vorne, dann ich, Steffi als Dritte und Ebrahim ganz am Ende. Die ersten Versuche deuteten schon auf 'ne Menge Spaß und einiges Chaos hin. Aber wir blieben dabei, es mal zu versuchen.
Im Nachhinein die absolut richtige Entscheidung. Der Versuch klappte und wir haben es geschafft den Zug ungefähr 15 Sekunden lang zu halten. Dabei musste man sich ordentlich am Gurtzeug des anderen festkrallen und wurde ständig in irgendeine Richtung gerissen. Der Bayer würde sagen: a Mordsgaudi. Ebrahim hatte seine Kamera mit und hat das Ganze zum immer-wieder-nacherleben aufgenommen. Hier ist das dazugehörige Video:
Es folgten noch zwei weitere lustige Sprünge an dem Tag und mein Schirm habe ich nach dem letzten Sprung nicht mehr gepackt, sondern nur noch ins Auto geworfen. Zu warm war es und ich habe mir das Packen für einen etwas kühleren Tag aufgehoben. So ist die gute Cayenne erst vor 20 Minuten wieder in ihrem Häuschen verschwunden, ich hoffe die frische Luft hat ihr gut getan ;-)
Als ich gegen Mittag an der Dropzone ankam, hab ich mich direkt in die nächste Load eingetragen. Mit dabei waren Steffi, Matthias und Ebrahim und wir überlegten uns, was wir denn so zu viert machen könnten. Unsere erste Idee von einem 4er Rhönrad haben wir schnell wieder über Bord geworfen, als wir festgestellt haben, dass wir dazu unsere Kombis brauchen. Die braucht es, um sich richtig festzuhalten und wir hatten keine Lust bei der Hitze auch noch in langen Klamotten rumzulaufen. Also haben wir uns etwas gesucht, wozu man keine Griffleisten braucht.
Uns kam dann die Idee eines Train-Exits. Das Ganze muss man sich so vorstellen, dass man wie ein Zug hintereinander sitzt, um dann dabei durch die Luft zu - naja nennen wir es mal "fahren". Jeder sitzt quasi bei seinem Vordermann Huckepack drauf und hält sich an dessen Gurtzeug fest. Da keiner von uns das schon mal in der Größe gemacht hatte, übten wir den Exit schon mal am Mock-up. Matthias vorne, dann ich, Steffi als Dritte und Ebrahim ganz am Ende. Die ersten Versuche deuteten schon auf 'ne Menge Spaß und einiges Chaos hin. Aber wir blieben dabei, es mal zu versuchen.
Im Nachhinein die absolut richtige Entscheidung. Der Versuch klappte und wir haben es geschafft den Zug ungefähr 15 Sekunden lang zu halten. Dabei musste man sich ordentlich am Gurtzeug des anderen festkrallen und wurde ständig in irgendeine Richtung gerissen. Der Bayer würde sagen: a Mordsgaudi. Ebrahim hatte seine Kamera mit und hat das Ganze zum immer-wieder-nacherleben aufgenommen. Hier ist das dazugehörige Video:
Es folgten noch zwei weitere lustige Sprünge an dem Tag und mein Schirm habe ich nach dem letzten Sprung nicht mehr gepackt, sondern nur noch ins Auto geworfen. Zu warm war es und ich habe mir das Packen für einen etwas kühleren Tag aufgehoben. So ist die gute Cayenne erst vor 20 Minuten wieder in ihrem Häuschen verschwunden, ich hoffe die frische Luft hat ihr gut getan ;-)
5. Juli 2010
Kein Uhu mehr
Die Abkürzung Uhu steht sicherlich nicht nur im Fallschirmsport für Unter hundert. Was mein Alter angeht bin ich ein Uhu und auch das Ziel für die eine oder andere Diät dürfte "Uhu" lauten. Bei Skydivern ist man ein Uhu solange man - irgendwie klar - unter Hundert Sprüngen hat. Naja, seit letztem Freitag kann ich - mit ein wenig Stolz - sagen: ich bin kein Uhu mehr.
Der hundertste Sprung ist für viele Fallschirmspringer ein großes Ereignis und dem entsprechend ist damit ein gewisses Ritual verbunden, damit man sich später auch gut daran erinnern kann. Es beginnt logischerweise mit dem hundertsten Sprung für den man sich etwas Schönes ausdenkt. In meinem Fall war das ein 4er mit Sarah, Sandra und Gerald plus Spörli, der das Ganze - sehr cool - auf Video aufgenommen hat. Als Zeitpunkt hatten wir uns Freitag abends die Sunset-Load ausgesucht.
Die Load vorher verzögerte sich leicht und so stand das ganze Projekt kurzzeitig schon auf der Kippe, weil in Hartenholm der Flugplatz um 21:00 schließt und bis dahin das Flugzeug normalerweise wieder am Boden sein muss. Durch einen Deal mit dem Fluglotsen - danke hierfür an Christoph und Maxim - durften wir dann doch noch um 20:56 starten. Der Himmel war inzwischen in ein schönes Rot getaucht.
Der Sprung sollte ganz entspannt werden, daher hatten wir uns nicht allzu viel Programm vorgenommen. Wir sind als 4er Stern gelinkt raus aus dem Flugzeug. Nachdem das einige Sekunden stabil lag haben wir alle losgelassen, und jeder um 360° gedreht und wollten dann wieder zusammen fliegen. Das hat nicht ganz geklappt, weil wir nach der Drehung alle in unterschiedlicher Höhe waren. Sandra und ich haben uns dann noch in der Luft wieder gefunden und Spörli kam zu 'nem 3er Stern dazu.
Wieder am Boden durfte ich noch meinen Schirm und meine Kombi ablegen, bevor ich dann vor die Packhalle zitiert wurde. Spörli stand dort und sagte: "Stell Dich doch mal hier hin und schau mal da rüber." Gesagt, getan, sah ich noch kurz Gerald um die Ecke kommen, bevor mir ein Gemisch aus Vanillepudding und Erdbeerjogurt, fein präsentiert auf einem Tortenboden, ins Gesicht klatschte. Naja, lecker war die Torte und nach einer Dusche ging's ja auch wieder. Auch wenn mein linkes Ohr, das einen Großteil des Belags abbekommen hatte auch danach noch nach Erdbeere roch. Schließlich gehört zu dem Ritual noch, dass einem alle Springer am Platz, die mehr als 100 Sprünge haben, kräftig in den Hintern treten dürfen - oder drauf hauen, da darf man kreativ sein.
Das Schöne war: am Samstag hatten Sandra und Sarah ihrerseits den hundertsten Sprung. Beide haben ihn zusammen gemacht. Es sollte eine 10er Formation werden, die aber leider nicht ganz geklappt hat. Großen Spaß hat's trotzdem gemacht und am Abend gab's dann die nächsten beiden Erdbeertorten zu verteilen. Und als Springer mit zu dem Zeitpunkt 102 Sprüngen durfte ich dann auch zuhauen :-)
Der hundertste Sprung ist für viele Fallschirmspringer ein großes Ereignis und dem entsprechend ist damit ein gewisses Ritual verbunden, damit man sich später auch gut daran erinnern kann. Es beginnt logischerweise mit dem hundertsten Sprung für den man sich etwas Schönes ausdenkt. In meinem Fall war das ein 4er mit Sarah, Sandra und Gerald plus Spörli, der das Ganze - sehr cool - auf Video aufgenommen hat. Als Zeitpunkt hatten wir uns Freitag abends die Sunset-Load ausgesucht.
Die Load vorher verzögerte sich leicht und so stand das ganze Projekt kurzzeitig schon auf der Kippe, weil in Hartenholm der Flugplatz um 21:00 schließt und bis dahin das Flugzeug normalerweise wieder am Boden sein muss. Durch einen Deal mit dem Fluglotsen - danke hierfür an Christoph und Maxim - durften wir dann doch noch um 20:56 starten. Der Himmel war inzwischen in ein schönes Rot getaucht.
Der Sprung sollte ganz entspannt werden, daher hatten wir uns nicht allzu viel Programm vorgenommen. Wir sind als 4er Stern gelinkt raus aus dem Flugzeug. Nachdem das einige Sekunden stabil lag haben wir alle losgelassen, und jeder um 360° gedreht und wollten dann wieder zusammen fliegen. Das hat nicht ganz geklappt, weil wir nach der Drehung alle in unterschiedlicher Höhe waren. Sandra und ich haben uns dann noch in der Luft wieder gefunden und Spörli kam zu 'nem 3er Stern dazu.
Wieder am Boden durfte ich noch meinen Schirm und meine Kombi ablegen, bevor ich dann vor die Packhalle zitiert wurde. Spörli stand dort und sagte: "Stell Dich doch mal hier hin und schau mal da rüber." Gesagt, getan, sah ich noch kurz Gerald um die Ecke kommen, bevor mir ein Gemisch aus Vanillepudding und Erdbeerjogurt, fein präsentiert auf einem Tortenboden, ins Gesicht klatschte. Naja, lecker war die Torte und nach einer Dusche ging's ja auch wieder. Auch wenn mein linkes Ohr, das einen Großteil des Belags abbekommen hatte auch danach noch nach Erdbeere roch. Schließlich gehört zu dem Ritual noch, dass einem alle Springer am Platz, die mehr als 100 Sprünge haben, kräftig in den Hintern treten dürfen - oder drauf hauen, da darf man kreativ sein.
Das Schöne war: am Samstag hatten Sandra und Sarah ihrerseits den hundertsten Sprung. Beide haben ihn zusammen gemacht. Es sollte eine 10er Formation werden, die aber leider nicht ganz geklappt hat. Großen Spaß hat's trotzdem gemacht und am Abend gab's dann die nächsten beiden Erdbeertorten zu verteilen. Und als Springer mit zu dem Zeitpunkt 102 Sprüngen durfte ich dann auch zuhauen :-)
24. Juni 2010
Sunset Track Dive
Am Dienstag bei allerbestem Wetter nach Feierabend wieder auf der Dropzone gewesen. Ich hatte mir überlegt ganz entspannt zwei Sprünge zu machen und den Abend dann ruhig beim Fußball ausklingen zu lassen. Das Feierabend-Skydiving-Vergnügen begann mit einem schönen 4er-RW Sprung, gefolgt von einem Flachköpper aus 1.500 Metern. Ich war also zufrieden mit mir und der Welt und gerade dabei meinen Schirm zu packen, als mich Giorgio fragte ob ich nicht Lust hätte bei einem Track Dive in der Sunset-Load mitzumachen.
Track Dive habe ich noch nie gemacht, es gab also mal wieder was Neues zu erleben und da lässt man sich wahrlich nicht zweimal bitten. Allemal spannender als irgendwelche Argentinier, die 'ner runden Lederkugel hinterher rennen - wacka, wacka! Also habe ich beim Packen etwas auf die Tube gedrückt, um noch in die letzte Maschine des Tages zu kommen.
Beim Track Dive fällt man nicht nur wie üblich ungefähr drei Kilometer in die Tiefe sondern man fliegt förmlich durch die Luft und macht, je nachdem wie gut man das Ganze beherrscht, auch richtig Strecke über dem Boden gut. Damit man sich dabei nicht mit anderen Springern aus der Load in die Quere kommt springt man als letztes aus der Maschine und fliegt einen Bogen zur Dropzone zurück. Ich hab mal versucht die Idee in einer Skizze aufzumalen:

Wir waren sieben und hatten uns vorgenommen in einer pfeilartigen Formation zu fliegen, wie man sie von Kampfjets kennt. Naja mit der Formation hat es dann nicht wirklich geklappt, aber es war schon lustig mit mehreren, wenn auch etwas unkoordiniert so durch die Lüfte zu fliegen. Für den ersten Versuch gar nicht mal so schlecht, denn auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Durch die Trackhaltung macht man aber nicht nur ordentlich Fahrt nach vorne, sondern man fällt auch langsamer. Und so hatten wir bei diesem Sprung gute 75 Sekunden Freifallzeit statt der sonst üblichen 60. Der nächste Flug durch die Lüfte bei gerade untergehender Sonne kann kommen.
Track Dive habe ich noch nie gemacht, es gab also mal wieder was Neues zu erleben und da lässt man sich wahrlich nicht zweimal bitten. Allemal spannender als irgendwelche Argentinier, die 'ner runden Lederkugel hinterher rennen - wacka, wacka! Also habe ich beim Packen etwas auf die Tube gedrückt, um noch in die letzte Maschine des Tages zu kommen.
Beim Track Dive fällt man nicht nur wie üblich ungefähr drei Kilometer in die Tiefe sondern man fliegt förmlich durch die Luft und macht, je nachdem wie gut man das Ganze beherrscht, auch richtig Strecke über dem Boden gut. Damit man sich dabei nicht mit anderen Springern aus der Load in die Quere kommt springt man als letztes aus der Maschine und fliegt einen Bogen zur Dropzone zurück. Ich hab mal versucht die Idee in einer Skizze aufzumalen:

Wir waren sieben und hatten uns vorgenommen in einer pfeilartigen Formation zu fliegen, wie man sie von Kampfjets kennt. Naja mit der Formation hat es dann nicht wirklich geklappt, aber es war schon lustig mit mehreren, wenn auch etwas unkoordiniert so durch die Lüfte zu fliegen. Für den ersten Versuch gar nicht mal so schlecht, denn auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Durch die Trackhaltung macht man aber nicht nur ordentlich Fahrt nach vorne, sondern man fällt auch langsamer. Und so hatten wir bei diesem Sprung gute 75 Sekunden Freifallzeit statt der sonst üblichen 60. Der nächste Flug durch die Lüfte bei gerade untergehender Sonne kann kommen.
9. Juni 2010
8. Juni 2010
Von Haho nach Holo
Ein hammergeiles Wochenende liegt hinter mir und was bleibt ist die Erkenntnis, dass dieser Sport der großartigste ist, den es gibt. Wer was anderes behauptet ist ein verdammter Lügner! Ok, zugegeben, diese Meinung ist recht einseitig und subjektiv, aber was soll's, ist ja mein Blog ;-)
Mit neun Sprüngen habe ich gut 10% meiner gesamten Sprünge am letzten Wochenende gemacht. Und bei jedem Sprung gibt's was Neues zu erleben. Zwei Sprünge sind dabei besonders erwähnenswert. Am Samstag bin ich mit Sarah und Steffi zusammen gesprungen und wir haben ein Rhönrad-Exit dabei gemacht. Dabei fast jeder dem Vordermann an den Beinen an so das ein geschlossenes Rad entsteht. Der Aufbau erfolgt schon im Flugzeug und ist aufgrund der für diese Aktion relativ kleinen Tür gar nicht so einfach. Dann kugelt man sich gemeinsam aus dem Flugzeug heraus und wenn alles klappt dreht sich das Rad dann schnell in der Luft. Bei uns hat sogar alles geklappt und wir haben uns einige Sekunden lang ziemlich schnell gedreht. Das war super lustig und schreit nach einer Wiederholung.
An diesem Samstag war dann noch eine Sunset-Load der besonderen Art geplant, in die ich mich relativ spontan noch eingetragen habe. Zuvor jedoch überflog die Cessna Caravan des YUU-Skydive Vereins unseren Platz und dropte 14 Skydiver. Anschließend war ein Absprung aus zwei Maschinen auf die Dropzone von YUU geplant. So starteten beide Absetzmaschinen um 20:40 mit Springern von Hartenholm in das etwa 35km entfernte Hohenlockstedt. Schon der Steigflug war ein echtes Erlebnis, da beide Maschinen im Formationsflug auf 4.000 Meter gingen (Foto von der YUU-Homepage):

Oben angekommen wurde aus beiden Maschinen gleichzeitig abgesprungen und zwei Große Formationen mit jeweils Springern aus beiden Maschinen gebildet. Ich war zwar in keiner der beiden Formationen, sondern bin mit Jessie zu zweit gesprungen. Die Aussicht war dafür richtig klasse, man konnte die Elbmündung richtig gut erkennen und die rote Sonne tauchte gerade in die Nordsee ein. Dann hingen auf einmal 24 Schirme über dem Sprungplatz in der Nähe von Itzehoe.
Die Dropzone befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenstützpunktes "Hungriger Wolf" der Bundeswehr. Die Landewiese für die Springer ist im Gegensatz zu der in Hartenholm riesig und so war es kein Problem zu landen, auch wenn ich den Boden des Platzes bis dahin noch nie betreten hatte. Abends gab's auf der Dropzone noch eine Party mit allen Springern, viel zu Essen und einer Live-Band. Ein gelungenes Event, das ebenfalls nach Wiederholung schreit.
Mit neun Sprüngen habe ich gut 10% meiner gesamten Sprünge am letzten Wochenende gemacht. Und bei jedem Sprung gibt's was Neues zu erleben. Zwei Sprünge sind dabei besonders erwähnenswert. Am Samstag bin ich mit Sarah und Steffi zusammen gesprungen und wir haben ein Rhönrad-Exit dabei gemacht. Dabei fast jeder dem Vordermann an den Beinen an so das ein geschlossenes Rad entsteht. Der Aufbau erfolgt schon im Flugzeug und ist aufgrund der für diese Aktion relativ kleinen Tür gar nicht so einfach. Dann kugelt man sich gemeinsam aus dem Flugzeug heraus und wenn alles klappt dreht sich das Rad dann schnell in der Luft. Bei uns hat sogar alles geklappt und wir haben uns einige Sekunden lang ziemlich schnell gedreht. Das war super lustig und schreit nach einer Wiederholung.
An diesem Samstag war dann noch eine Sunset-Load der besonderen Art geplant, in die ich mich relativ spontan noch eingetragen habe. Zuvor jedoch überflog die Cessna Caravan des YUU-Skydive Vereins unseren Platz und dropte 14 Skydiver. Anschließend war ein Absprung aus zwei Maschinen auf die Dropzone von YUU geplant. So starteten beide Absetzmaschinen um 20:40 mit Springern von Hartenholm in das etwa 35km entfernte Hohenlockstedt. Schon der Steigflug war ein echtes Erlebnis, da beide Maschinen im Formationsflug auf 4.000 Meter gingen (Foto von der YUU-Homepage):

Oben angekommen wurde aus beiden Maschinen gleichzeitig abgesprungen und zwei Große Formationen mit jeweils Springern aus beiden Maschinen gebildet. Ich war zwar in keiner der beiden Formationen, sondern bin mit Jessie zu zweit gesprungen. Die Aussicht war dafür richtig klasse, man konnte die Elbmündung richtig gut erkennen und die rote Sonne tauchte gerade in die Nordsee ein. Dann hingen auf einmal 24 Schirme über dem Sprungplatz in der Nähe von Itzehoe.
Die Dropzone befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenstützpunktes "Hungriger Wolf" der Bundeswehr. Die Landewiese für die Springer ist im Gegensatz zu der in Hartenholm riesig und so war es kein Problem zu landen, auch wenn ich den Boden des Platzes bis dahin noch nie betreten hatte. Abends gab's auf der Dropzone noch eine Party mit allen Springern, viel zu Essen und einer Live-Band. Ein gelungenes Event, das ebenfalls nach Wiederholung schreit.
1. Juni 2010
Flugstunden zu viert
Endlich war mal schönes Wetter für einen Samstag vorausgesagt, und so bin ich um Punkt 9 Uhr am letzten Samstag am Platz gewesen. Weil ich wusste, dass ich an diesem Tag nur bis halb zwei Zeit habe und für Sonntag schon wieder schlechtes Wetter angekündigt war, wollte ich wenigstens Vormittags ein oder zwei schöne Sprünge machen. Naja, letztendlich sind es zwei geworden und die waren auch super lustig.
Mit mir bereits so früh am Platz waren Soltan, Gerald und Alex und so haben wir uns für einen 4er RW Sprung gleich in die erste Load des Tages eingetragen. Kurze Zeit später waren wir auch schon wieder raus, weil mit uns auch sehr viele Schüler bereits früh am Platz waren. Naja, und weil eben diese jetzt schon seit drei Wochen auf auch für Schüler geeignetes Wetter warteten, haben die den Vorrang bekommen. Klar war das im ersten Moment ärgerlich, denkt man jedoch an sein eigenes Schülerleben zurück und daran wie es ist am Boden zu sein, während alle um einen herum springen, geht das schon in Ordnung. Wir waren also in der Zwei.
Wir sind gelinkt aus dem Flugzeug gesprungen, dabei standen Soltan und Gerald draußen am Flugzeug und Alex und ich drinnen. Wir haben uns so festgehalten, dass in der Luft als erste Figur der Stairstep Diamond dabei herauskommen sollte und der sieht so aus:

Der Exit ist gar nicht so leicht, wenn vier Leute möglichst gleichzeitig abspringen müssen und am besten sofort gut im Wind liegen. Wir haben es ganz gut hinbekommen und lagen dann auch tatsächlich stabil in der gewünschten Figur. Als nächste Figur war ein Open Accordion geplant:

Dazu löst man den Stairstep Diamond an den beiden Stellen wo Arm und Bein zusammen sind und die beiden Springer die sich gegenüberliegend anschauen fliegen zusammen und halten sich am Arm fest. So zumindest der Plan, die Realität sah leider etwas anders aus. Als wir uns losgelassen haben war's vorbei mit der Gemeinsamkeit und die beiden Zweiergrüppchen sind auseinander getrieben. Da das Zusammenfliegen einfacher ist, wenn man alleine unterwegs ist, haben wir die Zweiergruppen dann auch aufgegeben mit der Folge, dass alle wild umhergeflogen sind. Mal war der Eine zu hoch, dann der Andere zu tief. Mal war Einer zu weit links, ein Anderer dafür zu weit rechts. Letztenendes haben drei von uns es noch zu einem Star geschafft.
Mit mir bereits so früh am Platz waren Soltan, Gerald und Alex und so haben wir uns für einen 4er RW Sprung gleich in die erste Load des Tages eingetragen. Kurze Zeit später waren wir auch schon wieder raus, weil mit uns auch sehr viele Schüler bereits früh am Platz waren. Naja, und weil eben diese jetzt schon seit drei Wochen auf auch für Schüler geeignetes Wetter warteten, haben die den Vorrang bekommen. Klar war das im ersten Moment ärgerlich, denkt man jedoch an sein eigenes Schülerleben zurück und daran wie es ist am Boden zu sein, während alle um einen herum springen, geht das schon in Ordnung. Wir waren also in der Zwei.
Wir sind gelinkt aus dem Flugzeug gesprungen, dabei standen Soltan und Gerald draußen am Flugzeug und Alex und ich drinnen. Wir haben uns so festgehalten, dass in der Luft als erste Figur der Stairstep Diamond dabei herauskommen sollte und der sieht so aus:

Der Exit ist gar nicht so leicht, wenn vier Leute möglichst gleichzeitig abspringen müssen und am besten sofort gut im Wind liegen. Wir haben es ganz gut hinbekommen und lagen dann auch tatsächlich stabil in der gewünschten Figur. Als nächste Figur war ein Open Accordion geplant:

Dazu löst man den Stairstep Diamond an den beiden Stellen wo Arm und Bein zusammen sind und die beiden Springer die sich gegenüberliegend anschauen fliegen zusammen und halten sich am Arm fest. So zumindest der Plan, die Realität sah leider etwas anders aus. Als wir uns losgelassen haben war's vorbei mit der Gemeinsamkeit und die beiden Zweiergrüppchen sind auseinander getrieben. Da das Zusammenfliegen einfacher ist, wenn man alleine unterwegs ist, haben wir die Zweiergruppen dann auch aufgegeben mit der Folge, dass alle wild umhergeflogen sind. Mal war der Eine zu hoch, dann der Andere zu tief. Mal war Einer zu weit links, ein Anderer dafür zu weit rechts. Letztenendes haben drei von uns es noch zu einem Star geschafft.
26. Mai 2010
Eine Stunde im freien Fall
Fast drei Wochen war er her, mein letzter Sprung. Leider meint es der Wettergott dieses Jahr bisher nicht besonders gut mit den Fallschirmspringern. Es gab viel schlechtes Wetter und so war am Wochenende die Freude groß, als endlich mal wieder gesprungen werden konnte. Bereits am Freitag war schönes Wetter und so bin ich zwischen Arbeitsalltag und Junggesellenabschied noch für einen Sprung mit Matthias am Platz gewesen.
Wir hatten uns den Arbeitssprung vorgenommen und die Arbeit gab's dann auch tatsächlich. Allerdings bestand die nicht wie geplant im Abarbeiten von Punkten, sondern vielmehr darin nach dem Exit die richtige Bauchlage einzunehmen. Nach reichlich 15 Sekunden Luftkampf blieb uns nix anderes übrig als das Release und uns einzeln zu stabilisieren. Ab da funktionierte der Sprung dann auch einigermaßen - wir haben einen Durchgang geschafft und waren am Ende beim Star. Als wir zurück am Boden die nach uns folgenden Springer nach unserem Exit interviewten, blieben die ganz diplomatisch und behaupteten, sie hätten ihn nicht gesehen - puh!
Am Samstag hatte ich schon was anderes vor und so war ich erst am Sonntag wieder in Hartenholm und konnte noch drei schöne Sprünge machen. Der erste war ein 2er mit Sandra. Das war unser erster gemeinsamer Sprung, daher hatten wir uns relativ einfaches Programm vorgenommen. Wir wollten erstmal das Level halten und dann immer jeder 360° drehen und zwischendurch zum Star zusammengehen. Das klappte auch gar nicht schlecht, wir haben es gut geschafft das Level zu halten. Leider kam dann eine fette Wolke zwischen 2.800 und 1.800 Metern, so dass wir uns nicht mehr richtig sehen konnten.
Nachdem ich einmal alleine gesprungen war, bin ich mit Sarah und Michael zusammen zum Abschluss in der Sunset-Load gewesen. Sarah und ich sind gelinkt aus dem Flugzeug raus und Michael ist direkt hinterher gesprungen. Bei ungefähr 2.800 Metern waren wir alle drei stabil zum Star zusammen. Dann haben wir uns losgelassen jeder 360° um sich selbst gedreht und sind wieder zum Star zusammengeflogen. Das hat richtig gut geklappt, so dass wir uns noch einmal anlächeln konnten, bevor wir dann auseinander getrackt sind.
Während des Wochenendes habe ich mit meinem 69sten Sprung dann auch die Marke von einer Stunde aufaddierter Freifallzeit durchbrochen. Und so war es trotz des überaus schlechten Wetters am Montag dennoch ein schönes Pfingstwochenende mit super Sprüngen.
Wir hatten uns den Arbeitssprung vorgenommen und die Arbeit gab's dann auch tatsächlich. Allerdings bestand die nicht wie geplant im Abarbeiten von Punkten, sondern vielmehr darin nach dem Exit die richtige Bauchlage einzunehmen. Nach reichlich 15 Sekunden Luftkampf blieb uns nix anderes übrig als das Release und uns einzeln zu stabilisieren. Ab da funktionierte der Sprung dann auch einigermaßen - wir haben einen Durchgang geschafft und waren am Ende beim Star. Als wir zurück am Boden die nach uns folgenden Springer nach unserem Exit interviewten, blieben die ganz diplomatisch und behaupteten, sie hätten ihn nicht gesehen - puh!
Am Samstag hatte ich schon was anderes vor und so war ich erst am Sonntag wieder in Hartenholm und konnte noch drei schöne Sprünge machen. Der erste war ein 2er mit Sandra. Das war unser erster gemeinsamer Sprung, daher hatten wir uns relativ einfaches Programm vorgenommen. Wir wollten erstmal das Level halten und dann immer jeder 360° drehen und zwischendurch zum Star zusammengehen. Das klappte auch gar nicht schlecht, wir haben es gut geschafft das Level zu halten. Leider kam dann eine fette Wolke zwischen 2.800 und 1.800 Metern, so dass wir uns nicht mehr richtig sehen konnten.
Nachdem ich einmal alleine gesprungen war, bin ich mit Sarah und Michael zusammen zum Abschluss in der Sunset-Load gewesen. Sarah und ich sind gelinkt aus dem Flugzeug raus und Michael ist direkt hinterher gesprungen. Bei ungefähr 2.800 Metern waren wir alle drei stabil zum Star zusammen. Dann haben wir uns losgelassen jeder 360° um sich selbst gedreht und sind wieder zum Star zusammengeflogen. Das hat richtig gut geklappt, so dass wir uns noch einmal anlächeln konnten, bevor wir dann auseinander getrackt sind.
Während des Wochenendes habe ich mit meinem 69sten Sprung dann auch die Marke von einer Stunde aufaddierter Freifallzeit durchbrochen. Und so war es trotz des überaus schlechten Wetters am Montag dennoch ein schönes Pfingstwochenende mit super Sprüngen.
6. Mai 2010
Arbeitssprung
Ich habe viel überlegt, wie ich diesen Artikel schreiben soll. Das tue ich eigentlich nicht, sondern ich schreibe in der Regel einfach drauf los. Das liegt daran, dass die Springergemeinde in Hartenholm einen schweren Verlust zu beklagen hat. Am letzten Samstag verstarb unser Springerkollege und erster Vorsitzender des Vereins Norbert überraschend an einem Herzinfarkt. Am Sonntag wurde der Sprungbetrieb wieder aufgenommen, ich denke es wäre in seinem Sinne gewesen.
Ich habe einen 2er-RW-Sprung mit Steffi gemacht und wir haben den so genannten "Arbeitssprung" gemacht. Der Ablauf dabei sieht folgendermaßen aus: die erste Figur ist der Star, den wir auch gelinkt aus dem Flugzeug gemacht haben. Dann kommt das Open Accordion auf der rechten Seite dran. Das kann man sich so vorstellen, als wenn man sich die Hand gibt, man berührt sich gegenseitig am rechten Unterarm. Dann folgt das Open Accordion auf der linken Seite. Anschließend zweimal das Compressed Accordion erst rechts und dann links. Beim Compressed Accordion berührt man jeweils das Bein des anderen mit der Hand. Abschließend drehen sich beide um 360°, bevor man dann wieder mit dem Star von vorn anfängt.
Steffi war vor dem Sprung sehr optimistisch, dass wir mindestens einmal mit dem Programm durchkommen, ich hatte da ganz ehrlich meine Zweifel. Naja, sie sollte Recht behalten und der Sprung hat viel besser geklappt, als ich es erwartet hatte. Wir haben drei komplette Durchläufe geschafft, das bedeutet im Schnitt alle vier Sekunden ein Punkt. Es war ein sehr schöner Sprung - danke Steffi!
Ich habe einen 2er-RW-Sprung mit Steffi gemacht und wir haben den so genannten "Arbeitssprung" gemacht. Der Ablauf dabei sieht folgendermaßen aus: die erste Figur ist der Star, den wir auch gelinkt aus dem Flugzeug gemacht haben. Dann kommt das Open Accordion auf der rechten Seite dran. Das kann man sich so vorstellen, als wenn man sich die Hand gibt, man berührt sich gegenseitig am rechten Unterarm. Dann folgt das Open Accordion auf der linken Seite. Anschließend zweimal das Compressed Accordion erst rechts und dann links. Beim Compressed Accordion berührt man jeweils das Bein des anderen mit der Hand. Abschließend drehen sich beide um 360°, bevor man dann wieder mit dem Star von vorn anfängt.
Steffi war vor dem Sprung sehr optimistisch, dass wir mindestens einmal mit dem Programm durchkommen, ich hatte da ganz ehrlich meine Zweifel. Naja, sie sollte Recht behalten und der Sprung hat viel besser geklappt, als ich es erwartet hatte. Wir haben drei komplette Durchläufe geschafft, das bedeutet im Schnitt alle vier Sekunden ein Punkt. Es war ein sehr schöner Sprung - danke Steffi!
12. April 2010
Float-Session
Am letzten Samstag habe ich aufgrund des schönen Wetters wieder zwei Sprünge in Hartenholm gemacht. Beide bin ich zusammen mit Mirko gesprungen, der mit mir zusammen Lizenz gemacht hat. Wie es unter Anfängern so üblich ist, haben wir uns gar nicht viel Programm vorgenommen, sondern wollten einfach nur voreinander liegen bleiben. Erklärtes Ziel war also auch bei 2.000 Metern noch dicht zusammen zu sein und vielleicht sogar wieder zusammen zu fliegen. Das allein war eine Aufgabe, die aufgrund der 25kg Gewichtsunterschied zwischen uns und der damit einhergehenden Differenz in der natürlichen Freifallgeschwindigkeit, schwer genug sein sollte.
Ich bin der Schwerere von uns beiden und so ging es für mich darum so langsam wie möglich zu fallen. Beim Springen erreicht man das dadurch, dass man sich so groß wie möglich macht um - bei logischerweise gleichem Gewicht (man wird im Freifall kaum zunehmen) - dem Wind eine größere Angriffsfläche zu geben. Man versucht also eine schlechte Aerodynamik zu erreichen. Das Ganze sieht dann so aus, als wollte man eine große Kugel mit zweieinhalb Metern Durchmesser umarmen. Der Fachbegriff dafür ist Floaten.
Dabei gibt es zwei Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte. Erstens ist diese Körperhaltung sehr instabil und wackelig, zweitens hat man, wenn man alle Viere von sich streckt, nicht mehr allzu viel Spielraum sich gezielt durch die Luft zu bewegen. Ein ähnliches Problem hatte Mirko im Übrigen, weil er sich so klein machen wollte wie's ging um möglichst wenig Angriffsfläche für den Wind zu bieten und damit schneller zu sein.
Da wir das alles vorher schon wussten, haben wir uns entschlossen auf jeden Fall einen gelinkten Exit zu machen, um zumindest am Anfang eine kurze Zeit den anderen im Freifall beobachten zu können. Der Exit klappte auch bei beiden Sprüngen einigermaßen, auch wenn wir uns beim zweiten mal einmal überschlagen haben, sind wir doch zusammen geblieben. Nach dem Release passierte dann, was passieren musste und wir hatten unheimlich viel Mühe das Level zu halten. Wir sind um uns herum geflogen und sind auseinander gedriftet. Beim ersten Sprung deutlich schlimmer, als beim zweiten, wo wir es auch einige Sekunden nach dem Release geschafft haben zusammen zu bleiben, bevor ich nach unten wegerauscht bin.
Wir haben uns vorgenommen, es auf jeden Fall nochmal zu versuchen. Auch wenn wir wohl das Gewicht dafür etwas angleichen müssen. Und das bedeutet nicht eine Diät für mich (Glück gehabt!), sondern ein Bleigurt für Mirko. Und da man ja bei jedem Sprung dazu lernt: hier war es zu Floaten.
Ich bin der Schwerere von uns beiden und so ging es für mich darum so langsam wie möglich zu fallen. Beim Springen erreicht man das dadurch, dass man sich so groß wie möglich macht um - bei logischerweise gleichem Gewicht (man wird im Freifall kaum zunehmen) - dem Wind eine größere Angriffsfläche zu geben. Man versucht also eine schlechte Aerodynamik zu erreichen. Das Ganze sieht dann so aus, als wollte man eine große Kugel mit zweieinhalb Metern Durchmesser umarmen. Der Fachbegriff dafür ist Floaten.
Dabei gibt es zwei Probleme, mit denen ich zu kämpfen hatte. Erstens ist diese Körperhaltung sehr instabil und wackelig, zweitens hat man, wenn man alle Viere von sich streckt, nicht mehr allzu viel Spielraum sich gezielt durch die Luft zu bewegen. Ein ähnliches Problem hatte Mirko im Übrigen, weil er sich so klein machen wollte wie's ging um möglichst wenig Angriffsfläche für den Wind zu bieten und damit schneller zu sein.
Da wir das alles vorher schon wussten, haben wir uns entschlossen auf jeden Fall einen gelinkten Exit zu machen, um zumindest am Anfang eine kurze Zeit den anderen im Freifall beobachten zu können. Der Exit klappte auch bei beiden Sprüngen einigermaßen, auch wenn wir uns beim zweiten mal einmal überschlagen haben, sind wir doch zusammen geblieben. Nach dem Release passierte dann, was passieren musste und wir hatten unheimlich viel Mühe das Level zu halten. Wir sind um uns herum geflogen und sind auseinander gedriftet. Beim ersten Sprung deutlich schlimmer, als beim zweiten, wo wir es auch einige Sekunden nach dem Release geschafft haben zusammen zu bleiben, bevor ich nach unten wegerauscht bin.
Wir haben uns vorgenommen, es auf jeden Fall nochmal zu versuchen. Auch wenn wir wohl das Gewicht dafür etwas angleichen müssen. Und das bedeutet nicht eine Diät für mich (Glück gehabt!), sondern ein Bleigurt für Mirko. Und da man ja bei jedem Sprung dazu lernt: hier war es zu Floaten.
17. März 2010
4 Sprünge an einem Tag
So stellt man sich das als Skydiver vor: morgens aufwachen, die Sonne lacht einen an, man ist schon auf dem Sprungplatz und macht dann 4 echt coole Sprünge, natürlich ganz entspannt und ohne Stress. Heute war so ein Tag und das wurde auch Zeit nachdem die letzten beiden Tage nur Vormittags gutes Wetter boten und es dann immer windiger wurde. Da war jeweils nur ein Sprung möglich.
Heute bin ich dann viermal in der Luft gewesen. Dreimal mit Matthias, wir haben unsere 2er-RW Qualitäten weiter verbessert. Inzwischen klappt das echt gut und die Sprünge machen super viel Spaß. Wir haben uns ein etwas schwereres Programm vorgenommen, dass wir nach holprigem Start dann aber doch gut hinbekommen haben. Hier mal ein Bild von dem Trackdive, den man nach einem RW-Sprung macht um im sicheren Abstand den Schirm zu öffnen:

Der vierte Sprung war ein 3er-RW mit Jens und Jogi. Der ist uns etwas missglückt, hat aber trotzdem richtig Laune gemacht. Am Ende des Sprunges waren wir zum Star zusammen, haben uns also alle an den Händen angefasst:

Den haben wir dann immer schneller gedreht bis wir durch die Fliehkraft nicht mehr festhalten konnten und somit quasi automatisch separiert haben. Super lustige Sache.
Morgen soll das Wetter leider schon wieder etwas schlechter werden, aber wir werden sehen, vielleicht ist ja der eine oder andere schöne Sprung möglich. Das Wetter wird schließlich am Platz gemacht und nicht auf der Wetterkarte.
Heute bin ich dann viermal in der Luft gewesen. Dreimal mit Matthias, wir haben unsere 2er-RW Qualitäten weiter verbessert. Inzwischen klappt das echt gut und die Sprünge machen super viel Spaß. Wir haben uns ein etwas schwereres Programm vorgenommen, dass wir nach holprigem Start dann aber doch gut hinbekommen haben. Hier mal ein Bild von dem Trackdive, den man nach einem RW-Sprung macht um im sicheren Abstand den Schirm zu öffnen:

Der vierte Sprung war ein 3er-RW mit Jens und Jogi. Der ist uns etwas missglückt, hat aber trotzdem richtig Laune gemacht. Am Ende des Sprunges waren wir zum Star zusammen, haben uns also alle an den Händen angefasst:

Den haben wir dann immer schneller gedreht bis wir durch die Fliehkraft nicht mehr festhalten konnten und somit quasi automatisch separiert haben. Super lustige Sache.
Morgen soll das Wetter leider schon wieder etwas schlechter werden, aber wir werden sehen, vielleicht ist ja der eine oder andere schöne Sprung möglich. Das Wetter wird schließlich am Platz gemacht und nicht auf der Wetterkarte.
11. März 2010
2-way belly
Nachdem wir gestern mit unserem Wohnmobil in Tampa waren, weil das Wetter morgens nicht so toll aus sah, war heute wieder optimales Sprungwetter bei angenehmen 31° Celsius. Ich habe wieder zwei Sprünge mit Matthias gemacht und ich muss sagen: es klappt immer besser. Beide Sprünge haben extrem viel Spaß gemacht und der erste von beiden war mein 50ster. Ein durchaus gelungenes Jubiläum.
Bei beiden Sprüngen haben wir immer 90° Drehungen gemacht und sind dann wieder zusammen geflogen. Beim zweiten haben wir dann sogar 5 Punkte geschafft. Bei der Load-Besprechung, wo auch die Exit-Reihenfolge festgelegt wird, sagt jeder Springer was er machen will und wie hoch er zieht. Danach wird dann die Reihenfolge bestimmt. Das Ganze findet hier in Florida natürlich auf englisch statt und da heißt es dann immer "2-way belly", also 2er Formation auf dem Bauch. Und dann noch die Pullhöhe, natürlich in Fuß umgerechnet, naja hat man ja bei der Lizenzprüfung gelernt wie das geht.
Hier einmal zwei Bilder: diesmal stand ich beim Exit draußen, so sieht das dann kurz nach dem Exit aus:


Den dritten Sprung des Tages habe ich dann alleine gemacht, also "Solo belly". In der Zwichenzeit waren ein paar Wolken aufgezogen, was für eine wunderschöne Kulisse sorgte. Endlich kann ich auch mal ein paar Bilder zeigen, statt das immer nur zu schreiben. So siehts über den Wolken aus:

Zu guter Letzt habe ich mir heute noch eine schöne Freefly-Hose gekauft, die ich neben meiner Kombi für das Springen benutzen kann. Bilder gibt's davon allerdings noch nicht. Gleich um die Ecke ist der Lagerverkauf von Tony Suits und da gab's 30% Rabatt auf alle Suits, so dass ich die echt schicke Hose für nur 119$ bekommen habe. Zum Vergleich eine derartige Hose kostet in Deutschland, wenn man sie bestellt ab 200€, hat sich also gelohnt.
Für morgen ist durchwachsenes Wetter angesagt, ich hoffe wir können mindestens vormittags ein paar Sprünge machen, die Geschichte geht weiter...
Bei beiden Sprüngen haben wir immer 90° Drehungen gemacht und sind dann wieder zusammen geflogen. Beim zweiten haben wir dann sogar 5 Punkte geschafft. Bei der Load-Besprechung, wo auch die Exit-Reihenfolge festgelegt wird, sagt jeder Springer was er machen will und wie hoch er zieht. Danach wird dann die Reihenfolge bestimmt. Das Ganze findet hier in Florida natürlich auf englisch statt und da heißt es dann immer "2-way belly", also 2er Formation auf dem Bauch. Und dann noch die Pullhöhe, natürlich in Fuß umgerechnet, naja hat man ja bei der Lizenzprüfung gelernt wie das geht.
Hier einmal zwei Bilder: diesmal stand ich beim Exit draußen, so sieht das dann kurz nach dem Exit aus:


Den dritten Sprung des Tages habe ich dann alleine gemacht, also "Solo belly". In der Zwichenzeit waren ein paar Wolken aufgezogen, was für eine wunderschöne Kulisse sorgte. Endlich kann ich auch mal ein paar Bilder zeigen, statt das immer nur zu schreiben. So siehts über den Wolken aus:

Zu guter Letzt habe ich mir heute noch eine schöne Freefly-Hose gekauft, die ich neben meiner Kombi für das Springen benutzen kann. Bilder gibt's davon allerdings noch nicht. Gleich um die Ecke ist der Lagerverkauf von Tony Suits und da gab's 30% Rabatt auf alle Suits, so dass ich die echt schicke Hose für nur 119$ bekommen habe. Zum Vergleich eine derartige Hose kostet in Deutschland, wenn man sie bestellt ab 200€, hat sich also gelohnt.
Für morgen ist durchwachsenes Wetter angesagt, ich hoffe wir können mindestens vormittags ein paar Sprünge machen, die Geschichte geht weiter...
9. März 2010
I FILM U
In Amerika kann man sich ja sein Kennzeichen am Auto oder Motorrad so gestalten, wie man möchte. Gestern stand auf dem Sprungplatz ein Motorrad eines Videofilmers und Fotographen (nehme ich jedenfalls an) mit dem Kennzeichen "I FILM U". Das allein ist ja schon witzig. Außerdem passt es gut zu diesem Artikel, weil ich gestern das erste mal mit Videokamera gesprungen bin.
Ich konnte gestern drei Sprünge machen. Zwei alleine, um mich ein wenig an die Kamera zu gewöhnen, und wieder einen mit Matthias. Wir haben wieder ein 2er RW versucht. Diesmal klappte es schon deutlich besser, wir waren die ganze Zeit viel dichter zusammen, war aber lange noch nicht perfekt. Wir haben es sogar geschafft nach dem Release auch wieder zusammen zu fliegen. Allerdings erst bei ca. 2.000 Metern, so dass wir ab da kein Programm mehr durchgezogen haben.
Das Video selbst wirds erst zu sehen geben, wenn ich wieder in Deutschland bin und die Ruhe habe es ein bisschen zu schneiden, denn so ist etwas langweilig. Aber es gibt auf jeden Fall schon mal einen Vorgeschmack, ein paar Bilder daraus. Gestern war es ziemlich ruhig, war ja unter der Woche, so dass nur die PAC geflogen ist und auch nur 19 Loads hochgegangen sind. Das wäre in Hartenholm nebenbei bemerkt schon ein Tag mit viel Betrieb. So, und jetzt endlich die Fotos.
Kurz nach dem Exit aus der PAC:

Z-Hills aus der Luft:

Skydive City aus der Luft, mit Start- und Landebahn:

Und schließlich der Sprung mit Matthias:

Überschattet wurde der Tag gestern leider dadurch, dass sich Phillip aus unserer Gruppe bei einer Landung sein Bein gebrochen hat und ins Krankenhaus gefahren werden musste. Heute wird er operiert und fliegt dann zurück nach Deutschland. So hat man sich den Urlaub natürlich nicht vorgestellt. Er ist einer der beiden AFF-Schüler, die mitgefahren sind und hatte gerade seinen dritten Sprung gemacht. In diesem Sinne gute Besserung!
Heute morgen ist das Wetter leider etwas schlechter geworden, so dass ich Zeit habe was zu schreiben. Es gibt bei ungefähr 10.000 Fuß eine Wolkendecke und die Absetzmaschine fliegt daher auch nur so hoch. Mal sehen morgen und übermorgen soll es noch etwas schlechter werden, dann aber wieder besser. In der Zwischenzeit werden wir wahrscheinlich mal irgendwo anders hinfahren und uns die Gegend anschauen.
Ich konnte gestern drei Sprünge machen. Zwei alleine, um mich ein wenig an die Kamera zu gewöhnen, und wieder einen mit Matthias. Wir haben wieder ein 2er RW versucht. Diesmal klappte es schon deutlich besser, wir waren die ganze Zeit viel dichter zusammen, war aber lange noch nicht perfekt. Wir haben es sogar geschafft nach dem Release auch wieder zusammen zu fliegen. Allerdings erst bei ca. 2.000 Metern, so dass wir ab da kein Programm mehr durchgezogen haben.
Das Video selbst wirds erst zu sehen geben, wenn ich wieder in Deutschland bin und die Ruhe habe es ein bisschen zu schneiden, denn so ist etwas langweilig. Aber es gibt auf jeden Fall schon mal einen Vorgeschmack, ein paar Bilder daraus. Gestern war es ziemlich ruhig, war ja unter der Woche, so dass nur die PAC geflogen ist und auch nur 19 Loads hochgegangen sind. Das wäre in Hartenholm nebenbei bemerkt schon ein Tag mit viel Betrieb. So, und jetzt endlich die Fotos.
Kurz nach dem Exit aus der PAC:

Z-Hills aus der Luft:

Skydive City aus der Luft, mit Start- und Landebahn:

Und schließlich der Sprung mit Matthias:

Überschattet wurde der Tag gestern leider dadurch, dass sich Phillip aus unserer Gruppe bei einer Landung sein Bein gebrochen hat und ins Krankenhaus gefahren werden musste. Heute wird er operiert und fliegt dann zurück nach Deutschland. So hat man sich den Urlaub natürlich nicht vorgestellt. Er ist einer der beiden AFF-Schüler, die mitgefahren sind und hatte gerade seinen dritten Sprung gemacht. In diesem Sinne gute Besserung!
Heute morgen ist das Wetter leider etwas schlechter geworden, so dass ich Zeit habe was zu schreiben. Es gibt bei ungefähr 10.000 Fuß eine Wolkendecke und die Absetzmaschine fliegt daher auch nur so hoch. Mal sehen morgen und übermorgen soll es noch etwas schlechter werden, dann aber wieder besser. In der Zwischenzeit werden wir wahrscheinlich mal irgendwo anders hinfahren und uns die Gegend anschauen.
8. März 2010
First Jumps @ Z-Hills
Heute habe ich die ersten Sprünge in Z-Hills gemacht. Vorher musste ich allerdings am Sprungplatz einchecken. Das bedeutet man muss zunächst ein vierseitigen Fragebogen ausfüllen auf dem ne Menge Text steht und man praktisch sämtliche Rechte, die man eventuell gegen den Sprungplatz haben könnte, abtreten muss. Danach muss man sein Gurtzeug dem Fallschirmwart auf dem Platz vorführen. Der checkt das Gurtzeug durch und erteilt einem - wenn alles in Ordnung ist - die Erlaubnis, mit dem Schirm zu springen.
Heute waren in Z-Hills zwei Absetzmaschinen im Einsatz. Eine Twin Otter und eine PAC750. Im Manifest habe ich dann das erste Ticket gelöst und bin in die PAC eingetragen worden. Und dann stand er an, der erste Sprung seit 4 Monaten. Als ich im Flugzeug saß begann dann schon das Kribbeln, das ich so lange Zeit vermisst hatte. In 4.000 Metern Höhe gings dann los. Ich war draußen und erstmal froh, dass ich nix verlernt hatte und gleich stabil lag. Ist halt doch so'n bisschen wie Fahrradfahren. Ich habe die Aussicht genossen und bin den Sprung ganz ruhig angegangen. Den Platz habe ich auch gleich gefunden und so war die Landung auf der Landewiese auch kein Problem. Zwar ist um den Platz herum fast nur Wald und Sumpf, in dem man logischerweise nicht unbedingt landen will, aber die Landewiese des Platzes ist so groß, dass man sie kaum verfehlen kann. Da ist man von Hartenholm anderes gewohnt.
Ich habe dann heute noch einen zweiten Sprung gemacht. Diesmal bin ich mit Matthias zusammen gesprungen und wir haben versucht, ein paar relative Übungen zu machen. Den gelinkten Exit haben wir noch ganz gut hinbekommen. Als wir stabil lagen, haben wir uns losgelassen und es dann nicht mehr geschafft wieder richtig zusammen zu kommen. Wir haben uns zwar bei ca. 2.500 Metern kurz berührt, das Ganze aber nicht stabil bekommen. Bei 2.000 haben wir dann aufgegeben und sind voneinander weggetrackt. Wir haben schon beschlossen es auf jeden Fall nocheinmal zu probieren. Wir werden die Gelegenheit dazu haben, denke ich. Der Sprung war übrigens aus der Twin Otter und so habe ich schon beide Absetzmaschinen mal ausprobiert.
So, und um jetzt die Daheimgebliebenen komplett neidisch werden zu lassen: heute hatten wir hier 25° und ich bin den ganzen Tag in kurzen Klamotten durch die Gegend gelaufen. Einfach herrlich :-)
Heute waren in Z-Hills zwei Absetzmaschinen im Einsatz. Eine Twin Otter und eine PAC750. Im Manifest habe ich dann das erste Ticket gelöst und bin in die PAC eingetragen worden. Und dann stand er an, der erste Sprung seit 4 Monaten. Als ich im Flugzeug saß begann dann schon das Kribbeln, das ich so lange Zeit vermisst hatte. In 4.000 Metern Höhe gings dann los. Ich war draußen und erstmal froh, dass ich nix verlernt hatte und gleich stabil lag. Ist halt doch so'n bisschen wie Fahrradfahren. Ich habe die Aussicht genossen und bin den Sprung ganz ruhig angegangen. Den Platz habe ich auch gleich gefunden und so war die Landung auf der Landewiese auch kein Problem. Zwar ist um den Platz herum fast nur Wald und Sumpf, in dem man logischerweise nicht unbedingt landen will, aber die Landewiese des Platzes ist so groß, dass man sie kaum verfehlen kann. Da ist man von Hartenholm anderes gewohnt.
Ich habe dann heute noch einen zweiten Sprung gemacht. Diesmal bin ich mit Matthias zusammen gesprungen und wir haben versucht, ein paar relative Übungen zu machen. Den gelinkten Exit haben wir noch ganz gut hinbekommen. Als wir stabil lagen, haben wir uns losgelassen und es dann nicht mehr geschafft wieder richtig zusammen zu kommen. Wir haben uns zwar bei ca. 2.500 Metern kurz berührt, das Ganze aber nicht stabil bekommen. Bei 2.000 haben wir dann aufgegeben und sind voneinander weggetrackt. Wir haben schon beschlossen es auf jeden Fall nocheinmal zu probieren. Wir werden die Gelegenheit dazu haben, denke ich. Der Sprung war übrigens aus der Twin Otter und so habe ich schon beide Absetzmaschinen mal ausprobiert.
So, und um jetzt die Daheimgebliebenen komplett neidisch werden zu lassen: heute hatten wir hier 25° und ich bin den ganzen Tag in kurzen Klamotten durch die Gegend gelaufen. Einfach herrlich :-)
2. November 2009
Versöhnliches Ende
Nachdem ich am Samstag bei extrem schönen Wetter den ganzen Tag im Büro saß, weil ich arbeiten musste, hatte ich schon ziemlich schlechte Laune. Vor allem deshalb weil der Wetterbericht für den Sonntag alles andere als große Hoffnungen machte, dass ich noch einmal springen kann. Als ich mich dann am Sonntag aus dem Bett gequält hatte und einen Blick nach draußen werfen konnte, war es nicht wirklich besser. Eine graue, trist diesige Welt begrüßte mich an diesem Morgen des letzten Sprungtages in Hartenholm in dieser Saison.
Gegen Mittag entschied ich mich dann doch nach Hartenholm zu fahren, weil ich mir noch einen Helm kaufen wollte. Im Gepäck die Gewissheit, dass ich bestimmt nicht springen kann. Ich konnte es kaum glauben, als ich dann auf der Landstraße Richtung Flugplatz Fallschirme am immernoch grauen Himmel entdecken konnte. Ich habe mich gefreut, wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal den Weihnachtsmann sieht. Am Flugplatz angekommen habe ich mich dann auch gleich in die nächste Maschine eingetragen - es war die zweite des Tages. Zwanzig Minuten später saß ich mit neuem Helm im Flugzeug.
Vom Boden aus betrachtet war das Wetter noch immer ziemlich schlecht und so flogen wir zwischen 1.500 und 1.800 Metern durch eine Wolkenschicht. Darüber war es dann komplett klar, ein irrer Anblick, der einem sofort klar macht: über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos. Der Sprung war toll. Ich flog auf die Wolkendecke zu, dann hindurch und konnte erst wenige Sekunden vor der Öffnung sehen, wo ich überhaupt war.
Als ich am Boden meinen Schirm wieder einpackte ging noch die dritte Load hoch, angekündigt als letzte Load der Saison, da das Wetter etwas schlechter wurde. Ich war nicht mehr schnell genug, dass ich da mit rein konnte und so trug ich in der Zwischenzeit den gerade gemachten Sprung in mein Sprungbuch ein, mit den Worten "Letzter Sprung der Saison in HaHo". Als alle wieder am Boden waren wurde das Wetter doch nicht so schnell schlechter wie vermutet und so kündigte uns Norbert tatsächlich noch eine vierte, allerletzte letzte Load der Saison an. Dort konnte ich mich dann auch eintragen.
Ich bin mit Stritz zusammen gesprungen, ein Sprunglehrer, der sich auch gerne mal als Pilot hinter das Steuer der Hartenholmer Absetzmaschine klemmt. Wir sind ungelinkt aus dem Flugzeug gesprungen, Stritz zuerst und ich hinterher. Ich sollte dann versuchen ihn anzufliegen, was mal wieder schwieriger war, als es sich anhört. Oft hatte ich das Problem das Level zu halten, doch bei ungefähr 2.100 Metern hatte ich es dann geschafft. Bis zur Wolkendecke blieben wir gelinkt voreinander liegen und sind dann durch die Wolken voneinander weggetrackt.
Das war sie nun, die Sprungsaison 2009 in Hartenholm. Insgesamt 44 mal habe ich mich dieses Jahr aus dem Flugzeug gestürzt und habe danach gut 35 Minuten im freien Fall verbracht, unzählige Stunden auf dem Flugplatz. Rückwirkend betrachtet eine der besten Entscheidungen meines Lebens mit diesem Sport anzufangen, denn er hat mich in seinen Bann gerissen.
Gegen Mittag entschied ich mich dann doch nach Hartenholm zu fahren, weil ich mir noch einen Helm kaufen wollte. Im Gepäck die Gewissheit, dass ich bestimmt nicht springen kann. Ich konnte es kaum glauben, als ich dann auf der Landstraße Richtung Flugplatz Fallschirme am immernoch grauen Himmel entdecken konnte. Ich habe mich gefreut, wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal den Weihnachtsmann sieht. Am Flugplatz angekommen habe ich mich dann auch gleich in die nächste Maschine eingetragen - es war die zweite des Tages. Zwanzig Minuten später saß ich mit neuem Helm im Flugzeug.
Vom Boden aus betrachtet war das Wetter noch immer ziemlich schlecht und so flogen wir zwischen 1.500 und 1.800 Metern durch eine Wolkenschicht. Darüber war es dann komplett klar, ein irrer Anblick, der einem sofort klar macht: über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos. Der Sprung war toll. Ich flog auf die Wolkendecke zu, dann hindurch und konnte erst wenige Sekunden vor der Öffnung sehen, wo ich überhaupt war.
Als ich am Boden meinen Schirm wieder einpackte ging noch die dritte Load hoch, angekündigt als letzte Load der Saison, da das Wetter etwas schlechter wurde. Ich war nicht mehr schnell genug, dass ich da mit rein konnte und so trug ich in der Zwischenzeit den gerade gemachten Sprung in mein Sprungbuch ein, mit den Worten "Letzter Sprung der Saison in HaHo". Als alle wieder am Boden waren wurde das Wetter doch nicht so schnell schlechter wie vermutet und so kündigte uns Norbert tatsächlich noch eine vierte, allerletzte letzte Load der Saison an. Dort konnte ich mich dann auch eintragen.
Ich bin mit Stritz zusammen gesprungen, ein Sprunglehrer, der sich auch gerne mal als Pilot hinter das Steuer der Hartenholmer Absetzmaschine klemmt. Wir sind ungelinkt aus dem Flugzeug gesprungen, Stritz zuerst und ich hinterher. Ich sollte dann versuchen ihn anzufliegen, was mal wieder schwieriger war, als es sich anhört. Oft hatte ich das Problem das Level zu halten, doch bei ungefähr 2.100 Metern hatte ich es dann geschafft. Bis zur Wolkendecke blieben wir gelinkt voreinander liegen und sind dann durch die Wolken voneinander weggetrackt.
Das war sie nun, die Sprungsaison 2009 in Hartenholm. Insgesamt 44 mal habe ich mich dieses Jahr aus dem Flugzeug gestürzt und habe danach gut 35 Minuten im freien Fall verbracht, unzählige Stunden auf dem Flugplatz. Rückwirkend betrachtet eine der besten Entscheidungen meines Lebens mit diesem Sport anzufangen, denn er hat mich in seinen Bann gerissen.
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